Meine Laufgeschichte für 361 europe und laufen.de

  • Meine Laufgeschichte…
    Ich bin inzwischen 32Jahre alt und die Mama von drei bezaubernden Mädchen. Das Laufen und ich waren nicht immer ein Herz und eine Seele. Während der Sport und die Leichtathletik seit früher Kindheit mein Lebensmittelpunkt war, musste ich mir die Liebe zum Laufen tatsächlich irgendwie hart erarbeiten. Also fange ich ganz von vorne an. Mit der Einschulung nervte ich meine Eltern so lange, bis sie mich schließlich beim Leichtathletikverein unserer Stadt anmeldeten. Ich war ehrgeizig und hab auf Anhieb gleichgesinnte und Freunde ( wie sich später raus stellte ) fürs Leben gefunden. Es kristallisierte sich schnell raus, dass ich vielseitig talentiert war und so war ich im Schüler Bereich relativ erfolgreich im Mehrkampf. Später im Jugendbereich spezialisierte ich mich auf Weit-und Dreisprung. Mit 15 Jahren trat ich in die deutsche Nationalmannschaft ein, gewann unzählige Titel und verblieb in der Nationalmannschaft bis nach dem Abitur. Dann gab es einen persönlichen und radikalen Abbruch meiner Sport Karriere. Verschiedene Faktoren führten dazu. Ich nahm mir eine Auszeit. Ein Jahr , ohne Rundbahn, Tempoläufe, Läufe, Springen, Training und meinen beständigen Freundeskreis. Ich meldete mich in einem Fitnessstudio an, aber dass konnte mir nicht das geben, was ich unbewusst vermisste. Nach einem Jahr ohne ( für mich) richtigem Sport und kontinuierlichem Training ging ich zum Studium. Sport war mein Nebenfach. Ich hatte wieder Spaß am Sport und mein Ehrgeiz war schnell wieder geweckt. Ich wurde Schwager und habe in der ersten Schwangerschaft im sechsten Monat noch ein Dreisprung-Video für die Uni gedreht. Nach der Entbindung hatte ich so viele Glückshormone, dass ich eigentlich zeitnah das Bedürfnis nach Dauerläufen hatte. Ich integrierte das erste Mal meine Läufe in meinen Alltag mit Baby , aber eigentlich nur um abzunehmen und um wieder fit zu werden. Nach einem Jahr war ich wieder schwanger. In dieser Schwangerschaft war ich nicht so motiviert und machte fast gar nichts, während der Zeit und auch in der Zeit danach, mit zwei Mädchen war ich überhaupt nicht motiviert zu laufen. Irgendwann als zweifach Mama fing ich mich wieder und trainierte wieder. Ein paar Tempoläufe, ein bisschen Sprint, ein bisschen Sprung, Training für Jedermann. Nach fünf Jahren war ich wieder schwanger. Meine Mädchen brachte ich zu diesem Zeitpunkt schon zwei bis dreimal die Woche zu ihrem Leichtathletiktraining. Nach dem die ersten 11 Wochen der Schwangerschaft vorüber waren, überkam mich eine große innere Unruhe, ja irgendwie auch eine Unzufriedenheit. Es war ein nicht zu bescheibendes Gefühl. Ich zog in der 11 Schwangerschaftswoche meine Sportsachen an und bekam dreimal die Woche, während meine Kinder trainierten zu laufen. Am Anfang ging es los mit 4km. 2-3 Wochen lief ich diese 4km , schneller wollte ich mehr. Schließlich lief ich 8km mindestens zweimal pro Woche, meistens dreimal. Ich kann das gar nicht beschreiben. Ich hatte so einen großen Bewegungsdrang, soviel Freude und Spaß an diesen Runden. Ich hab plötzlich in meinem Alltag eine Zeit für mich gefunden, eine Zeit zum nachdenken, sich sammeln, sich anstrengen, um positive Energie zu tanken. Ich lief diese 8km mehrfach die Woche bis zur 35 Schwangerschaftswoche ( danach ging nichts mehr). Ich entwickelte eine Sehnsucht, die mich nachts aufwachen ließ, eine Sehnsucht , die mich vom Laufen träumen ließ. Nach der Entbindung fing ich zeitnah an mich zu bewegen und relativ schnell auch an, wieder zu laufen. Laufen mit Baby, an der frischen Luft und das fast jeden Tag. Ein Jahr nutzte ich die Läufe um wieder fit zu werden. Ich hatte eine Zeit für mich ohne das ich mein Kind zurück lassen, oder abgeben musste. Unsere Läufe integrierte ich in unseren Familienalltag. Die Kinder begleiten uns auf den Kilometern an der Küste entlang mit ihren Fahrrädern und die Kleinste ist im Laufbuggy immer dabei. Nach einem Jahr Elternzeit und fast täglich laufen war die Umstellung zum Arbeitsalltag sehr schwer. Ich wollte nicht auf das Laufen verzichten. Also setzte ich mir Ziele. Plötzlich reichte es mir nicht mehr „einfach nur so “ zu laufen. Ich setzte mir Ziele 10km in 52Minuten zu laufen, einen Halbmarathon unter zwei Stunden zu absolvieren. Ich stellte mein Training um. Lief weniger, dafür aber effektiver. Ich lief zwei bis drei Mal die Woche. Hatte ich wenig Zeit, machte ich Tempoläufe. Meine Ziele habe ich geschafft. Ich würde sagen mich hat die Laufsucht gepackt. Es ist aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken. Es gelingt mir besser Familie, Arbeitsalltag und natürlich die Läufe zu vereinbaren. Einfach weil mir das so unglaublich wichtig ist. Neben meiner Laufliebe ist auch mein sportlicher Ehrgeiz wieder erwacht. Dieses Jahr werde ich zum zweiten Mal bei VR Laufcup in Mecklenburg Vorpommern teilnehmen. Im letzten Jahr kam eine Operation dazwischen und ich bin in meiner Altersklasse fünfte geworden. Für dieses Jahr erhoffe ich mir einen Platz auf dem Treppchen. Ich möchte die 10km unter 50Minuten laufen und den Halbmarathon unter 1:55h beenden. Dafür trainiere ich 4 Mal pro Woche, immer so wie es mein Arbeitstag-und Familienalltag zulässt. Einmal pro Woche versuche ich die Tempoläufe mit anderen Läufern zusammen zu absolvieren, weil ich finde, dass das unglaublich verbindet. Meine Geschichte ist sicher nicht spektakulär und die Prioritäten haben sich im Gegensatz zum Leistungssport von damals verschoben. Heute ist mir wichtig, meine Kinder behutsam an den Sport heran zu führen, diesen zu integrieren und positive Energie für uns alle daraus zu ziehen. Ich möchte anderen Mamis und Papis aufzeigen wie bereichernd das Laufen sein kann und das Laufen einen Fit nach der Schwangerschaft macht, dass man Läufe auch mit einem Kleinkind machen kann. Mich hat das Laufen unglaublich stark gemacht und manchmal ist es auch meine Auszeit um einen klaren Kopf zu bekommen. Ich habe mich von einem Springer zu einem Läufer entwickelt, obwohl zwischen beiden Disziplinen Welten liegen. Ich hab das Laufen lieben gelernt und würde mich irgendwie auch als Laufsuchti im positiven Sinne bezeichnen. Ich möchte es nicht mehr missen. Und weil es für mich so wertvoll ist, habe ich euch meine Laufgeschichte hier niedergeschrieben….

Im Alltag kann man unsere Runningfamily und meine Läufe auf Instagram unter: strandmaesels verfolgen. Wenn ihr also Lust und Interesse habt, schaut gerne mal vorbei. Bis dahin sende ich euch liebe Grüße.

Eure Julia

Kontakt:
Instagram:strandmaedels
Blog: http://www.strandmaedels.wordpress.com
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